SPD Kronshagen

Kronshagen gemeinsam gestalten

28. Dezember 2017

Bauwesen, Wirtschaft und Gemeindeentwicklung/Soziales, Kultur und Sport
Soziales Quartier in Kopperpahl?

Am Mitt­woch vor Hei­lig­abend berich­te­ten die Kie­ler Nach­rich­ten von den Bera­tun­gen des Gemein­de­ent­wick­lungs­aus­schus­ses zum so genann­ten „Sozia­len Quar­tier“ an der Eckern­för­der Stra­ße.
Dabei han­delt es sich um das Vor­ha­ben eines pri­va­ten Inves­tors, bei dem auf einem bis­lang als Abstell­flä­che für Autos genutz­ten Grund­stück eine Pfle­ge­ein­rich­tung mit rund 100 voll­sta­tio­nä­ren Plät­zen sowie ambu­lant betreu­tem Woh­nen und eini­gen Woh­nun­gen für Betreu­tes Woh­nen ange­dacht waren.

Um das Vor­ha­ben rea­li­sie­ren zu kön­nen, muss die Gemein­de im Rah­men eines so genann­ten „vor­ha­ben­be­zo­ge­nen“ Bebau­ungs­plans die bau­recht­li­chen Vor­aus­set­zun­gen schaf­fen — wes­halb sich auch der Bau­aus­schuss mit dem Vor­ha­ben beschäf­tig­te.

Mehr­fach hat­te die SPD Frak­ti­on der Gemein­de­ver­tre­tung Kronsha­gen — in Sor­ge vor einer Unwirt­schaft­lich­keit des Vor­ha­bens und einem spä­te­ren Leer­stand oder einer Umnut­zung der Immo­bi­lie — nach der Grund­la­ge für die Bedarfs­pla­nung des Inves­tors — und bekam außer der wol­ki­gen, zunächst auch von der CDU und den Grü­nen gestürz­ten The­se, für Pfle­ge­ein­rich­tun­gen gebe es doch immer Bedarf, kei­ne befrie­di­gen­de Ant­wort.

Des­we­gen haben wir selbst recher­chiert und fest­ge­stellt, dass der Pfle­ge­be­darfs­plan der Stadt Kiel, in deren Ein­zugs­be­reich Kronsha­gen liegt, bereits gegen­wär­tig einen Über­schuss von über 100 und im Jahr 2022 gar von über 600 sta­tio­nä­ren Pfle­ge­plät­zen aus­weist…
Grund­la­ge für die Dis­kus­si­on war zudem stets die Aus­sa­ge des Inves­tors, mit den Johan­ni­tern wer­de ein erfah­re­ner Wohl­fahrts­ver­band die Ein­rich­tung lang­fris­tig betrei­ben.
Nicht nur uns, son­dern anschei­nend auch die CDU beschli­chen dies­be­züg­lich mehr und mehr Zwei­fel. Zu Recht, wie sich nun­mehr zeigt…

Und auch die nun vom Inves­tor und dem ursprüng­lich vor­ge­se­hen Betrei­ber in die Welt gesetz­te Legen­de, die Gemein­de woll­te „plötz­lich“ kei­ne Kita mehr in dem Vor­ha­ben rea­li­siert wis­sen, ist ein mehr als ver­un­glück­ter Ver­such des Inves­tors und der Johan­ni­ter, der Gemein­de die Schuld an dem mög­li­chen Schei­tern des Pro­jekts in die Schu­he zu schie­ben: Die Gemein­de Kronsha­gen hat zu kei­nem Zeit­punkt einen Bedarf für das Vor­ha­ben signa­li­siert, auch nicht für eine Kin­der­ta­ges­stät­te. Ganz im Gegen­teil! Wir haben

Dr. Johan­nes Rei­mann

den Inves­tor sehr früh­zei­tig auf die ihm bis dahin offen­bar unbe­kann­te Rechts­la­ge hin­ge­wie­sen: „In Schles­wig-Hol­stein kann eine Kin­der­ta­ges­stät­te mit öffent­li­cher För­de­rung nur betrie­ben wer­den, wenn der Bedarf durch den Kreis in einem Bedarfs­plan fest­ge­stellt wor­den ist.“ erläu­tert Johan­nes Rei­mann, für uns im Aus­schuss. Ein zusätz­li­cher Bedarf für Kronsha­gen ist dort aller­dings zur Zeit nicht aus­ge­wie­sen.

 

 

 

Kie­ler Nach­rich­ten vom  20. 12. 2017 Autor Tors­ten Mül­ler:

 

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